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Ihre süddeutsche Galerie für den Kauf und Verkauf von Willy Weber

Willy Weber

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Willy Weber

1895 Ludwigshafen am Rhein - 1959 Ludwigshafen am Rhein

"Der gedrungene Mann mit dem großen, ausdrucksvollen Kopf und dem rötlichen Haar, der so auffallend Ähnlichkeit mit Franz Schubert hat, war einst in Ludwigshafen eine stadtbekannte Persönlichkeit." Die, die ihn erlebt haben, schildern ihn als ein Künstleroriginal im besten Sinne: "Wer kannte ihn nicht, wenn er in seiner Lieblingshaltung, mit den Händen auf dem Rücken dahinspazierte, immer das eine, etwas lädierte Auge zugekniffen und auf Motivsuche", heißt es in einer Einladung anläßlich der Gedächtnisausstellung zu seinem 100. Geburtstag im Haus des Gastes in Gstadt am Chiemsee. Und weiter: "Seine Landschaftsbilder wiedergeben unmittelbar das Erleben vor der Natur. Die beiläufigen, oft im Verborgenen, durch den Maler aufgespürten Augenblicke werden zum Thema des Bildes, Landschaft wird dabei umfassend verstanden. Sie muß Himmel und Erde, das Wachsen der Bäume, das Fließen des Wassers, das Blühen der Blumen, aber auch die Lust und die Qual der Menschen einbezogen haben. Die Natur selbst behält in Webers Bildern ein wenig von bürgerlicher Vertrautheit, hier spiegelt sich der latent vorhandene Realismus des Künstlers mit einer impressionisten Grundstimmung wieder". 

1895 am 18. Juli in Ludwigshafen am Rhein, als Sohn von Caspar Weber geboren, erfuhr er in dessen Maler- und Dekorationsgeschäft, seine erste Ausbildung. Der Künstler bekannte von sich, daß er inmitten von Farbtöpfen großgeworden ist.

1911 erhielt er ein Stipendium der Wittelsbachstiftung, das der bayerische Staat verlieh, zum Besuch der Kunstgewerbeschule in München bei den Professoren Julius Diez und Otto Lohr.

1913 bis 1915 studierte er an der Kunstakademie München bei Gabriel von Hackl und Carl von Marr. Nebenher besuchte er die Abend-Aktklasse von Hermann Groeber, wo er seine Fertigkeiten im Zeichnen verfeinerte. Gerade das Zeichnen war seine große Stärke und viele dieser Arbeiten schmücken die Chronik der "Künstlerkolonie Frauenchiemsee" wie auch die "Chronik vom Schloßhotel Herrenchiemsee", letztere wird im Haus der Geschichte im Bonn verwahrt.

1915 wurde Weber eingezogen, durchlebte den Schrecken des Krieges an der Ost-, wie auch an der Westfront, überlebte mit viel Glück und kehrte erst 1918 nach Ludwigshafen zurück. Hier begann er als freischaffender Künstler zu arbeiten.

1925 bis 1931 unternahm Willy Weber Studienreisen nach Österreich, Frankreich, Spanien und Marokko.

Im Jahr 1919 kam er erstmals an den Chiemsee. Jedes Jahr kehrte er er von nun an die Sommermonate hierher zurück, um Landschaften zu malen.

Als Kustor der Kunstsammlungen der Stadt Ludwigshafen am Rhein (1941-1945)  erwarb er bedeutende Kunstwerke für die Stadt und retete die Sammlung durch umsichtige Auslagerung in die Salzbergwerke Heilbronn und in das Mesnerhaus in Gstadt am Chiemsee.

Am 9. Juni 1943 velor Weber sein Atelier in Ludwigshafen mit allen Kunstwerken durch Kriegsbomben. Weber übersiedelte nach Gstadt am Chiemsee, von dort kehrte er erst 1954 wieder in seine Heimatstadt zurück.

Am Chiemsee befreundete sich Willy Weber mit dem Maler Albert Stagura, der auch bei Webers Hochzeit mit seiner Gertraud 1945 auf der Fraueninsel beiwohnte.

Von 1940 bis 1943 beteiligte er sich an den Ausstellungen der "Frauenwörther Künstlergemeinschaft" in der Torhalle auf Frauenchiemsee. 1948 zählte er mit Heinrich Heidner, Eugen Croissant und anderen zu den Gründern der "Notgemeinschaft bildender Künstler Gstadt". Die jährlichen Ausstellungen fanden im Bibliothekssaal des ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stift auf der Insel Herrenchiemsee statt.

Eine besondere Ehre wurde Willy Weber zuteil, als man ihn beauftragte, für den Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee, der vom 10. bis 24. August 1948 unter dem Vorsitz den Staatsminister Dr. Anton Pfeiffer über eine künftige deutsche Bundesverfassung beriet, aus dem das Grundgesetz hervorging, ein Schmuckblatt zu gestalten.

Willy Weber starb am 24. Juni 1959 in Ludwigshafen.

Franz Gailer

Motiv aus Gstadt am Chiemsee ⋅ 1947 Image
Im Angebot
Motiv aus Gstadt am Chiemsee ⋅ 1947

Öl auf Hartfaser ⋅ 41 x 49,5 cm

Weitere Zusatzabbildung

Bauernhof am Chiemsee  ⋅ 1921 Image
Rückblick
Bauernhof am Chiemsee  ⋅ 1921

Öl auf Leinwand

Boote am Gstadter Ufer ⋅ 1953 Image
Rückblick
Boote am Gstadter Ufer ⋅ 1953

Öl auf Hartfaser

Waschtag ⋅ 1939 Image
Rückblick
Waschtag ⋅ 1939

Öl auf Hartfaser

Fronleichnamsprozession am Chiemsee ⋅ um 1950/55 Image
Rückblick
Fronleichnamsprozession am Chiemsee ⋅ um 1950/55

Öl auf Hartfaser

Blick zur Kampenwand ⋅ um 1950 Image
Rückblick
Blick zur Kampenwand ⋅ um 1950

Öl auf Hartfaser ⋅ 60 x 80 cm