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Ihre süddeutsche Galerie für den Kauf und Verkauf von Otto Miller-Diflo

Otto Miller-Diflo

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Otto Miller-Diflo

1878 Hasberg, Ortsteil der Gemeinde Kirchheim in Schwaben, Landkreis Unterallgäu - 1949 München

"Seinen Werdegang schilderte er einmal anläßlich einer Anfrage selbst so: "Ich bin Autodidakt. Im Jahr 1893 kam ich zu einem tüchtigen Malermeister in die Lehre, war dort 3 Jahre Lehrling und 3 Jahre Gehilfe. 1899 ging ich nach München und arbeitete als Gehilfe bis zum Jahr 1907. Neben meiner Arbeitsstelle besuchte ich an Sonn- und Feiertagen und am Werktag Abend den Zeichen- und Malunterricht in der Städt. Malschule a. d. Herrnstr. Die große Liebe zur Natur, zu Bergen, Wald und Moos zog mich immer dorthin zum Arbeiten und war dies eigentlich meine Schule und mein Lehrer. Jede freie Stunde widmete ich dem Studium der Natur, meine Arbeitsplätze waren meist das Dachauer-, Olchinger- und Schleißheimermoos, das Alpenvorland, Murnau, Beuerberg, Samerberg, das Karwendel- und das Kaisergebirge, das Nab- und Altmühltal, das Mindel- und Günztal. Im Jahre 1908 stellte ich zum erstenmal aus."

"Das geschah bei den "Werdenden", in der Ausstellung für junge unbekannte Künstler bei dem schwedischen Konsul Theod. Bierek in der Schwanthalerstr. 55. 1911 trat Miller-Diflo dem Künstlerbund "Bavaria" bei, der später den Namen "Isar" führte. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied des "Kunstvereins"; Anfang der 20er Jahre bei der Künstlergruppe "Die 48", und später dann bei der Münchner Künstlergenossenschaft, wo er seit 1925 als Juror tätig war. Sein seit 1907 selbständig betriebenes Malergeschäft gab Miller-Diflo mit Beginn des ersten Weltkrieges auf und widmete sich fortan nur dem "Bildermalen". Darüber schreibt Dr. H[ubert] Wilms in einem Aufsatz vom 19.5.31 folgendes: "Ehemals war der holländische Landschaftsmaler Mauve sein Ideal; - die tonige Malerei des Mauve leitete den Autodidakten Miller-Diflo zu jener anderen Tonigkeit des Trübner-Kreises, und in den Kreis von gleichgesinnten jungen Münchner Malern, die das Erbe Leibls begeistert aufnahmen und fortführten - Später hat er sich dann mit schönem künstlerischen Gelingen aus dieser irdisch-schweren tonsatten Malerei in die ätherhaft leichte lichtdurchflutete Farbengebung des Impressionismus begeben, ohne daß er durch diesen Wechsel in der malerischen Auffassung seiner vornehmsten Aufgabe - einer der Hüter und letzten Vertreter des Münchner "paysage intime" zu bleiben - hätte untreu werden müssen. - Zu den alten Idealen kamen neue: nach Mauve dessen Vetter van Gogh selbst; dann Turner und Brangwyn, diese beiden letzten als Meister des modernen Aquarells, das Miller-Diflo schon sehr früh und späterhin mit stetig zunehmender Meisterschaft pflegte --"

Reisen zu Studienzwecken machte Miller-Diflo nicht, er war wohl einmal auf fröhlicher Malfahrt mit Freunden in der Wachau, längere Zeit in Hamburg, in Celle, und auf einer längeren Italienreise; aber er war zu sehr der heimatlichen Scholle verhaftet, als daß ihn die Ferne gelockt hätte. Besonders der Chiemsee mit seiner Fraueninsel hatte es ihm angetan; er weilte dort seit 1920 jedes Jahr mehrere oft viele Wochen und war Mitglied der Künstlervereinigung "Die Frauenwörther" und des Rosenheimer Kunstvereins.

Er war vertreten jedes Jahr im Glaspalast, im Kunstverein, in der "Ständigen"; 1921 in der Aquarellausstellung des "Art Institute of Chicago"; 1925 bei der Internat. Aquarellausstellung in Mailand und bei der III. Internat. Kunstausstellung in Rom; hatte dort überall Verkäufe; 1924 und 1926 die ersten Staatsankäufe."

Otto Miller-Diflo starb am 17. September 1949 in München.

(Karoline Miller-Diflo, Kopie eines Briefes an die Städt. Galerie München, 16.11.1952, Archiv-Gailer).

Blumenstrauß ⋅ um 1930 Image
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Blumenstrauß ⋅ um 1930

Öl auf Karton ⋅ 40 x 30 cm
Verso Widmung: "MEINER LIEBEN FRAU WEIHNACHTEN 1943"

Päonien ⋅ um 1935 Image
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Päonien ⋅ um 1935

Öl auf Hartfaser ⋅ 69 x 48,5 cm
Provenienz: Wolfgang Koller, Glonn*

Für weitere verfügbare Werke von Otto Miller-Diflo klicken Sie bitte den Button "Biografie"

Weiden am Bach ⋅ um 1935 Image
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Weiden am Bach ⋅ um 1935

Aquarell ⋅ 11,5 x 17 cm

Weiße Rosen ⋅ um 1925 Image
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Weiße Rosen ⋅ um 1925

Öl auf Hartfaser ⋅ 41,5 x 41 cm
Provenienz: Wolfgang Koller, Glonn*

Winterlandschaft ⋅ um 1925 Image
Rückblick
Winterlandschaft ⋅ um 1925

Öl auf Leinwand

Fraueninsel - Ostseite ⋅ um 1930 Image
Rückblick
Fraueninsel - Ostseite ⋅ um 1930

Öl auf Leinwand ⋅ 35 x 45 cm

Stilles Land (Dachauer Moorlandschaft) ⋅ um 1930 Image
Rückblick
Stilles Land (Dachauer Moorlandschaft) ⋅ um 1930

Öl auf Leinwand ⋅ 35 x 51 cm

Blumenstrauß ⋅ um 1925 Image
Rückblick
Blumenstrauß ⋅ um 1925

Öl auf Karton