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Ihre süddeutsche Galerie für den Kauf und Verkauf von Alfred (Alf) Bachmann

Alfred (Alf) Bachmann

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Alf Bachmann

1863 Dirschau bei Danzig  – 1956 Ambach am Starnberger See

"Kaum als Student an der Königsberger Kunstakademie eingeschrieben, unternahm er noch 1881/82 größere Seereisen an die normannische und bretonische Küste und ins nördliche Eismeer um Spitzbergen. Hier erlebte er die weitaus stärkere Dramatik der Elemente bei Sturm und Brandung intensiver als je zuvor an der stilleren heimischen Ostseeküste.

Wüßten wir nicht von seiner großstädtischen Existenz in München-Schwabing, wo er seit 1890 wohnte, seine lebenslange Hingabe an die heroische Einsamkeit nordischer und anderer Küsten-Landschaften hätte uns zu voreiligen Schlüssen verleitet.

Seine tiefe Naturverbundenheit führte ihn unter anderem nach Patagonien und ins Eismeer, nach Spitzbergen und Island, zu den Färöern und immer wieder nach Schweden. Er suchte mehrfach Ägypten und die Stätten der alten mediterranen Kulturen auf. Aber nicht nur die exotische Ferne lockte ihn. Gerade die heimischen Küstenlandschaften, Helgoland, Sylt, Juist, das Wattenmeer und seine Inseln boten ihm lebenslang tiefe Erlebnisse [...].

Im Weltkreig war er 1915 als Kriegsmaler in Flandern, als 57jähriger nahm er an einer Expedition in das unbekannte Patagonien in Südamerika teil. Seit 1928 segelt er mit gemieteten Kuttern und Ewern kreuz und quer durch die Nordseewatten, und noch 1937 finden wir ihn im Schlafsack unter der "Langen Anna" auf Helgoland, wo er den Sonnenaufgang erwartet hatte. Dem Maler aus der Mandlstraße in Schwabing waren die Ostfriesischen Inseln ebenso vertraut wie das vielgestaltige Wattenmeer Nordfrieslands mit seinen von Prielen durchzogenen Halligen, seinen wassergeäderten Sand- und Schlickflächen, in dem das Land nicht vom Meer unterschieden werden kann.

Wie kaum einem Künstler gelang es Alf Bachmann, ziehende Gänse und Wattvögel lebensecht in hingewischten Signaturen über dunstiges Watt und Vorland als charakteristische Landschaftselemente verständlich darzubieten [... ].

Die vielfältigen natürlichen Erscheinungsformen der Landschaft sind sein Motivkreis. Windstille und peitschender Sturm, undurchdringlicher Nebel und sonnenglitzernder Dunst, blau-schwarze Nacht und gleißendes Tageslicht sind seine Motive und immer wieder jene stimmungsträchtigen Stunden, in denen sich das alltägliche, neue Licht-Wunder vollzieht beim Übergang vom Tag zur Nacht, von der Nacht zum Tage. Alf Bachmann war begnadet mit einer traumhaften Sicherheit beim Erfassen von Natureindrücken, wie sie sich ihm besonders in der unberührten Landschaft des Nordens offenbarten [...].

Seine künstlerischen Möglichkeiten, diese Erlebnisse auszudrücken, scheinen vor allem in seinen Pastellzeichnungen schier unbegrenzt gewesen zu sein. In außerordentlich vielstufig differenzierten Grauwerten vermochte er sowohl die motivbeherrschenden, strukturgebenden Linien in der Landschaft wie auch nuancierte Stimmungen auf Papier zu bannen, wie es eigentlich als Privileg der Malerei vorbehalten ist.

Unberührte Landschaften oder auch Gebiete, in denen Menschen scheinbar im Einklang mit ihrer natürlichen Umgebung leben, als wertvolle Geschenke der Schöpfung erkennbar und erlebbar darzustellen, kann wohl als die große Lebensaufgabe Alf Bachmanns bezeichnet werden [...]. Seine beiden persönlichen Lebensbereiche jedoch, die großstädtisch-bürgerliche Existenz in Süddeutschland wie die des kenntnisreichen Landschaftsmalers, haben stets nebeneinander und gleichzeitig sein Leben geprägt. Noch im hohen Alter war ihm das Erleben eines Sonnenaufgangs wichtiger als die Unbill, eine klare Nacht am Meeresstrand zu ertragen.

Alf Bachman war den Menschen zugetan, wie sein gelegentlich herber, doch nie verletzender Humor immer wieder zeigte. Doch zugleich liebte er die Urgewalt und Einsamkeit menschenferner Natur. Hier erkannte er ihre umfassende Bedeutung für die menschliche Existenz.

(Klaus Lengsfeld in: Alf Bachmann - Maler der Küsten und Meere,  Kataloge der Museen in Schleswig-Holstein 7, 1993-94).

Baskische Küste ⋅ 1927 Image
Im Angebot
Baskische Küste ⋅ 1927

Pastell ⋅ 26 x 37 cm

Hegte eine tiefe Leidenschaft für Sonnenuntergänge und Darstellungen gegen das Licht, in denen er eine unbestrittene Meisterschaft erreichte.

Weitere Zusatzabbildung

Gewitterwolken  über der Nordsee ⋅ um 1935 Image
Rückblick
Gewitterwolken  über der Nordsee ⋅ um 1935

Pastellgemälde ⋅ 61 x 71 cm

Einsame Bucht ⋅ 1935 Image
Rückblick
Einsame Bucht ⋅ 1935

Pastell auf Karton ⋅ 33 x 50 cm

Regenschauer ⋅ um 1911 Image
Rückblick
Regenschauer ⋅ um 1911

Pastellgemälde ⋅ 43,5 x 66,5 cm

Ziehende Schwäne Image
Rückblick
Ziehende Schwäne

Pastellgemälde

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