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Ihre süddeutsche Galerie für den Kauf und Verkauf von Albert Wenk

Albert Wenk

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Albert Wenk

1863 Bühl, Baden-Württemberg - 1934 München

"Der Marinemaler Albert Wenk wurde am 20. Februar 1863 in Bühl [...] geboren. Als sein Vater im Januar 1885 starb, war Wenk noch als Kaufmannsgehilfe in Stuttgart tätig. Wohl kurz nach dem Tod des Vaters reiste er nach Brasilien, um dort im Kaffeegeschäft tätig zu sein. Wenk soll auf der weiten Seereise seine Liebe zum Meer entdeckt haben. Zwei Jahre blieb Albert Wenk in Südamerika, bis er sich entschloss, Malerei zu studieren und Künstler zu werden.

Sein erster Lehrmeister wurde der Landschaftsmaler Josef Adrian van Luppen (1834-1891) an der Kunstakademie in Antwerpen. Nächste Station seiner künstlerischen Ausbildung war die Akademie in Düsseldorf. Schließlich schrieb sich Wenk im Oktober 1890 an der Kunsthochschule in Karlsruhe ein, wo in der Landschaftsklasse von Gustav Schönleber (1851-1917) zwei Jahre lang der Grundstein zu Wenks späterer künstlerischer Entwicklung gelegt wurde. [...] Was Wenk bei dem damals sehr bekannten Schönleber [...] an intimer Naturbeobachtung, an ausgewogenen, vornehmen Tönen und an Technik lernte, kam Wenks Gemälden sehr zustatten. "Dieser Schüler Schönlebers hat von seinem Lehrer sehr viel gelernt, aber er übertrifft ihn vielleicht noch an Kraft und Tiefe, an leuchtender Schönheit der Farben und kommt ihm an Stimmungsgehalt nahezu gleich", schrieb ein Rezensent der Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover im Jahr 1912 über Albert Wenk.

Im Jahr 1892 war Albert Wenk auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin, und somit erstmals auf einer wichtigen Ausstellung, vertreten. Im Jahr darauf folgte die Beteiligung an der ersten Großen Berliner Kunstausstellung. In München, das ihm einige Jahre später zur neuen Heimat werden sollte, stellte er ab 1893 bei den großen Kunstausstellungen im Glaspalast aus. Wenk schloss sich der Münchner Künstlergenossenschaft an, obwohl einige zeitgenössische Kunstkritiker seinen Platz gerne in der "Secession" gesehen hätten.

Im März 1896 kam Sohn Walter zur Welt, zwei Monate später ehelichte Albert Wenk seine Lebensgefährtin Anna Fackelmann. Allein vom Verkauf seiner Kunstwerke konnte Albert Wenk in diesen Jahren nicht leben, sodass er eine Stelle als Sekretär der renommierten Münchner Kunsthandlung David Heinemann antrat. [...] Als Vertreter der Münchner Kunsthandlung Heinemann in Nizza führte ihn sein Weg 1897 an die Riviera. Zurück in München, wurden dem jungen Paar im März 1898 Zwillingsmädchen geboren, doch Albert Wenk verlor seine Ehefrau zwei Wochen später im Kindbett. Unterstützung fanden er und seine drei kleinen Kinder bei Annas jüngerer Schwester Emma, die er schließlich in zweiter Ehe 1899 heiratete.

Albert Wenks Organisationstalent und seine umgängliche Art führten dazu, dass im Vorstand der Münchner Künstlergenossenschaft der Entschluss reifte, Wenk den Geschäftsführerposten der Künstlergenossenschaft und damit auch die Geschäftsführung der Kunstausstellungen im Münchner Glaspalast zu übertragen. [...] Von 1899 bis 1910 war Wenk in dieser Position als Geschäftsführer der Münchner Künstlergenossenschaft tätig. [...] Obwohl er in diesen Jahren nicht selbst als Künstler bei den Glaspalastausstellungen vertreten war, gelang es ihm, sich im Lauf der Jahre den Ruf eines hervorragenden Marinemalers zu erwerben. Neben seiner Wohnung in Schwabing unterhielt Wenk ein Atelier in der Herzog-Heinrich-Straße 15 [...].

Regelmäßig verbrachte die Famile längere Zeit am Mittelmeer, auf Sizilien, an der Riviera, an der dalmatinischen Küste, vor allem aber an der Amalfiküste und auf Capri, wo Wenk zahlreiche Studien und Skizzen fertigte. Durch seine Gemälde von der Insel Capri erhielt er in Künstlerkreisen den Namen "Capri-Wenk".

Ab 1912 stellte Wenk wieder regelmäßig im Münchner Glaspalast aus. [...] Begeistert zeigte sich ein Kunstkritiker in den Altonaer Nachrichten 1912 über die Arbeiten Albert Wenks bei der Ausstellung des Künstlerbundes im Donnerschen Schloss in Altona: "Seine Bilder sind gemalte Hymnen an die Natur und ihre tausend Wunder. Er malt das Meer in seiner tosenden Wut und seinem keuschen Frieden. Er beseelt das Meer. Wenn man eines dieser Meisterwerke erst einmal ins Auge gefaßt hat, dann vergißt man auf einige Zeit alles andere und versinkt ganz in die träumende Pracht dieser menschenleeren Meeresküsten, dieser tausendfach bewegten Brandungen."

Persönlichkeiten aus Adel und Wirtschaft fanden Gefallen an Wenks Arbeiten. 1911 erwarb Kaiserin Auguste Viktoria, die Ehefrau Wilhelms II., Wenks Gemälde "Abendfrieden auf Capri", Herzogin Clementine von Sachsen-Coburg-Gotha, Maria del Pilar von Bayern und Graf Andrassy in Budapest, daneben bedeutende Unternehmer und Industrielle wie Krupp von Bohlen und Halbach, Daimler und Junghans, waren Käufer seiner Kunstwerke. Zudem gingen viele seiner Werke ins Ausland, in die Vereinigten Staaten, nach England, Argentinien und Japan. Wenk war in diesen Jahren mehrfach auf den Internationalen Kunstausstellungen im Carnegie Institute in Pittsburgh vertreten. 1915 stellte er auf der großen "Panama-Pacific International Exposition" in San Francisco das Gemälde "Stürmische See" aus. [...]

Der Beginn des Ersten Weltkrieges hatte einen Einschnitt in Wenks beruflichem Leben zunächst nicht erkennen lassen. In den Kriegsjahren entstanden in Wenks Atelier viele seiner besten Werke. Trotzdem schwand allmählich der Absatz seiner Gemälde [...]

Als der Krieg vorüber war, musste Albert Wenk nicht nur den Tod seines einzigen Sohnes Walter bewältigen, der nur wenige Tage vor Kriegsende gefallen war. Der Adel und das wohlhabende Großbürgertum waren nach dem Ende des Kaiserreiches als Käufer für seine Gemälde weitgehend weggefallen. Der Kunstgeschmack der Zeit hatte sich gewandelt. Gehörte Albert Wenk kurz nach dem Ende des Krieges noch zu den bekanntesten Erscheinungen der Münchner Künstlerschaft, so wurde es allmählich doch stiller um ihn. [...]

Am 8. November 1934 starb er in der Münchner Privatklinik von Alfred Haas. Nach seinem Tod beinahe ganz in Vergessenheit geraten, galt Albert Wenk zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Marinemaler Deutschlands. Die See habe ihn groß gemacht, urteilte der Kunstkritiker Fritz Droop bereits im Jahr 1923, "weil er ihre Seele erkannte, wie kaum ein deutscher Maler neben ihm"."

(Dr. Marco Müller, in: Albert Wenk (1863-1934), Maler der Meere und Seen, Städtische Galerie Überlingen (Hrsg.), Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG, Fulda 2015, S. 3f.).

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