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Strahtmann Carl

Carl Strahtmann

Strathmann, Carl

 

1866 Düsseldorf – 1939 München

 

Geboren am 11. Juni 1866 in Düsseldorf als Sohn des Fabrikbesitzers und späteren Konsuls Carl Strathmann und seiner Frau Alice, geb. Howle, einer Engländerin. Achtzehnjährig besucht Strathmann für drei Jahre die Düsseldorfer Akademie bei Crola, Lauenstein und im letzten Jahr auch die Klasse für Dekor und Ornamentik unter Schill. Er trat der Künstlervereinigung „Laetita“ bei und war mit Th. Th. Heine befreundet. 1888 ging er als Schüler von Kalckreuths nach Weimar und zog 1891 nach München. Hier begann seine lebenslange Freundschaft mit Corinth, der sich mehrfach zur Kunst und Lebensart Strathmanns äußerte. Strathmann war Mitglied der „Allotria“ und „Cococello“. Er wurde 1894 Mitglieder der „Freien Vereinigung“, die sich von der 1892 gegründeten Sezession absplitterte. Seit 1895 arbeitete er für den „Pan“, ab 1896 für die Zeitschriften „Jugend“ und die „Fliegenden Blätter“, ab 1907 war er Mitglied des Deutschen Werkbunds.

Als Zeichner und Maler entwickelte Strathmann einen eigenartigen ornamentalen Stil, der seinerzeit nicht unumstritten war. Das breite Spektrum seines Schaffens zwischen Kaikaturen, Illustrationen, Entwürfen für Kunstgewerbe – die aber wohl durchgehend nicht ausgeführt wurden – und Gemälden mythologisch-symbolistischen Inhalts ist geprägt von einer dekorativen Malweise, die Einflüsse von Toorop, Khnopff, Stuck und Vogeler verarbeitete. Er kämpfte, obwohl finanziell unabhängig, zeit seines Lebens um Anerkennung. In späteren Jahren reduzierte er seine Bildmotive auf Landschaften und Blumenstillleben, geheimnisvoll märchenhaften Bilderfindungen der Frühzeit stark simplifizieren. Gestorben am 29. Juli 1939 in München.

 

(Aus: Neue Pinakothek München, Deutsche Künstler von Marées bis Slevogt, Band S-Z, hrsg. von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Hirmer Verlag GmbH, München 2003)

Blumenstrauß

Blumenstrauß ⋅ 1914

Öl auf Leinwand