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Sieck Rudolf

Rudolf Sieck

Rudolf Sieck
1877 Rosenheim - 1957 München

„Ich habe mit ihm einst manch gute Stunde erlebt. In München mit Thoma, Langen, Geheeb, in Gaienhofen am Bodensee, und zuletzt in Prien und seine Gestalt, sein gutes Gesicht mit der Pfeife im Mund, seine geruhige und witzige Sprechweise stehen im Bilderbuch meiner Erinnerungen unverblasst in alter Frische."

Hermann Hesse

(In: Kat. Ausst. „Einst stand ich zu Ihrer Stadt in intimer Beziehung…“. Hermann Hesse und München, hrsg. v. Reinhard Wittmann (München, Literaturhaus, 13.06.2013 – 01.09.2013), München 2013, S. 33.)


„Der Sieck macht manchen g’scheerten bayerischen Witz, doch fühl ich mit Vergnügen das verwandte Malerblut in ihm. Hier gehen wir durch die Landschaft, die soviel die seine ist wie die meine. Und ich weiß ihn im Einklang mit dem Hesse, dem Owlglass und auch mit mir, weiß, wie lyrisch seine innig empfundene Landschaftsmalerei ist. Unwillkürlich läßt er bald den bayerischen Dialekt etwas fallen, und wir reden die weiche Sprache des Bodensees."

Schriftstellerin Grete Gulbransson (1882-1934)

(In: Michael Pilz: Rudolf Sieck. 1877 – 1957. Begleitende Broschüre, Rosenheim 2002, S. 4.)


1877                 geboren am 18. April in Rosenheim.

1894-1893         Handlungsgehilfe in Offenbach.
                        Besuch der Jubiläumsausstellung von Arnold
Böcklin 1897 in Basel. Daraufhin Kündigung seiner bisherigen Anstellung.

1898-1901         Besuch der Kunstgewerbeschule München.

1901                 Längerer Aufenthalt am Bodensee und Bekanntschaft mit Marianne Hönig.

1902                 Erste Ausstellungsbeteiligung im Münchner Glaspalast als Mitglied der Luitpoldgruppe.

1904                 Im Januar: Ausstellung der "Phalanx" mit Kandinsky und Kubin;
                        Im März: erste Veröffentlichung im "Simplicissimus".

1905                 Heirat mit Marianne Hönig; im Sommer über in Törwang; ab diesen Zeitpunkt zunehmend Aufenthalte im Chiemgau.

1906                 Erste Illustrationen für die "Jugend"; Beginn der langjährigen Arbeit für die Porzellanmanufaktur Nymphenburg.

1913                 Übersiedlung nach Pinswang bei Prien.

1914                 Mitglied der "Neuen Münchner Secession";
                        Aufgrund seiner Kurzsichtigkeit nimmt er nicht am Kriegsgeschehen teil.

1920-1921         Eintritt in die Künstlervereinigungen "Die Mappe", "Die Frauenwörther" und die "Welle".

1925                 Ernennung zum Titularprofessor.

1926                 Austritt aus der "Welle" aufgrund "unüberbrückbarer Unzulänglichkeiten".

1930                 Atelier in Harras durch Elsa Voith bereitgestellt.

1935                 Verleihung der Hessischen Staatsmedaille in Darmstadt.

1941                 Rückzug aus dem öffentlichen Ausstellungsbetrieb.

1953                 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
                        Zunehmende Verschlechterung der Sehkraft bis zur fast vollständigen Erblindung.

1957                 gestorben am 5. Juli in Prien am Chiemsee.

Bauerngarten

Bauerngarten ⋅ 1911

Gouache ⋅ 60 x 70 cm

Schloßsee im Herbst (Hartmannsberg)

Schloßsee im Herbst (Hartmannsberg) ⋅ 1922

Öl auf Holz ⋅ 71 x 81 cm

Schilfpartie am Chiemsee

Schilfpartie am Chiemsee ⋅ 1935

Aquarell ⋅ 64,5 x 50,5 cm

Chiemseelandschaft bei Bernau mit Kampenwand

Chiemseelandschaft bei Bernau mit Kampenwand ⋅ um 1921

Gouache ⋅ 40 x 50 cm

Garten im Vorfrühling

Garten im Vorfrühling ⋅ 1910

Öl auf Leinwand ⋅ 70 x 60 cm

Blumenwiese am Chiemsee

Blumenwiese am Chiemsee ⋅ 1926

Öl auf Leinwand ⋅ 75 x 95 cm

Blumenwiese auf der Ratzinger Höhe

Blumenwiese auf der Ratzinger Höhe ⋅ um 1925

Gouache ⋅ 40 x 50 cm

Schilfstück am Chiemseeufer

Schilfstück am Chiemseeufer ⋅ um 1940

Aquarell