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Liebermann Ernst

Ernst Liebermann

Liebermann, Ernst

 

1869 Langemüß bei Meiningen – 1960 Bad Tölz

 

Geboren am 9. Mai 1869 in Langemüß bei Meiningen als Sohn eines herzoglichen Schlossverwalters in Sachsen-Coburg-Gotha. Nach einem kurzen Studium an der Kunstschule Nürnberg von 1888 bis 1890 war er von 1890 bis 1893 Schüler unter anderem bei Josef Scheurenberg an der Berline Akademie. In Berlin arbeitete Liebermann vier Jahre in der lithographischen Kunstanstalt von W. Hagelberg, unternahm längere Studienreisen nach Paris, Italien und durch Deutschland, bevor er sich 1897 in München in der Malsenstraße niederließ. Dort war er zunächst als Illustrator und Graphiker tätig. Es entstanden Illustrationen für Jugendbücher, zu Goethes „Faus“ (1907), zur „Edda“ und zu Hartmann von Aues „Armen Heinrich“ sowie Lithographien süddeutscher Landschaften und Stadtansichten. Seit der Jahrhundertwende widmete er sich verstärkt der Malerei und schuf vor allem Porträts, Interieurs, Figuren- und Landschaftsbilder. Seine Landschaften malte er mit bevorzugt hellen Farben in Mittel- und Süddeutschland. In Ihrer Flächigkeit und Schönlinigkeit erinnern sie an die künstlerischen Anfänge Liebermanns als Graphiker. Er beteiligte sich seit 1902 an Ausstellungen im Münchner Glaspalast und war einige Zeit Mitglied der Luitpold-Gruppe der Münchner Künstlergenossenschaft. 1910 verlieh ihm Prinzregent Luitpold den Professorentitel. 1945 zog er sich auf seinen Bauernhof in Beuerberg zurück. Gestorben am 11. Februar 1960 in Beuerberg bei Bad Tölz.

 

(Aus: Neue Pinakothek München, Deutsche Künstler von Marées bis Slevogt, Band I-R, hrsg. von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Hirmer Verlag GmbH, München 2003)

Der Brief

Der Brief ⋅ 1919

Öl auf Leinwand

Auf der Treppe

Auf der Treppe ⋅ um 1920

Öl auf Leinwand ⋅ 76 x 65 cm