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Müller-Samerberg Karl Hermann

Karl Hermann Müller-Samerberg

Karl Hermann Müller-Samerberg
1869 Adorf - 1946 Törwang

"...den Alltag zum Feiertag machen"

Karl Hermann Müller-Samerberg, der seinem Namen aus Liebe zur zweiten Heimat, dem Samerberg, diese Ortsbezeichnung hinzufügte, malte vorwiegend Motive des Höhenzugs zwischen dem Inn und der Prien. In seinem Lebenslauf schreibt er: »Im Sommer ging immer die ganze Schule aufs Land, um im Freien nach Modellen zu malen. Als wir im Sommer 1894 in Neubeuern waren, lernte ich auch den Samerberg kennen, der mich mit seinem schönen hügeligen Gelände seinen mannigfaltigen Waldgruppen, Alem, Höfen und kleinen Bauernkirchen in seiner Unberührtheit und seiner göttlichen Ruhe so gefangennahm, daß ich die Sommerferien mit gleichgesinnten Malern immer dort zubrachte. Als ich im Jahre 1909 ein Heim gründete, zog ich ganz auf den Samerberg, der mich nie losließ.« So sind Müllers Lieblingsmotive die Kirchen von Roßholzen, Steinkirchen und Grainbach, die er in unzähligen Variationen und im Wechsel der Jahreszeiten meisterhaft dargestellt hat. Er selbst bekannte: »Ich war immer bestrebt, eine Feiertagsstimmung in meine Bilder zu bringen und das Malen war mir Gottesdienst. Der Gedanke macht mich glücklich, wenn ich durch meine Kunst manchmal anderen Menschen den Alltag zum Feiertag machen konnte.«"

Fritz Aigner

(In: Aigner, Fritz: Maler am Chiemsee, Prien 1983, S, 283)

Steinkirchen am Samerberg

Steinkirchen am Samerberg

Öl auf Leinwand

Blumige Wiesen am Samerberg

Blumige Wiesen am Samerberg ⋅ 1922

Öl auf Leinwand ⋅ 37 x 40 cm

Aus alter Zeit

Aus alter Zeit ⋅ um 1910

Mischtechnik ⋅ 47 x 44 cm

Törwanger Kirche

Törwanger Kirche ⋅ 1943

Öl auf Karton ⋅ 42 x 34,5 cm