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Boshart Wilhelm

Boshart, Wilhelm

 

1815 München – 1878 Aising am Chiemsee

 

Boshart studierte zuerst Chemie, ist jedoch schon zeichnerisch auf Reisen im Ausland tätig. Er geht dann ganz zur Malerei über unter Leitung seines Vetters Max Haushofer und Eduard Schleich d. Ä. Boshart ist von Schleich vor allem in der Farbwahl abhängig, er übernimmt die Blau-Gelbabstimmung und auch teilweise den Farbduktus. Er bevorzugt die Stimmungslandschaften aus dem Alpenvorland und insbesondere das Chiemsee-Thema mit dem ihn umgebenden Hügelland in den schnell wechselnden Lichteffekten der Tages- und Jahreszeiten, darunter die Ruhe eines „Feierabends“ (1854), der über dem Wasser lagernde schimmernde Glast eines Sommertages (1866), die Waldstille der Ramsau und Brannenburgs (mit Staffage von Friedrich Voltz), eine „Heuernte“, der Zauber einer Mondnacht mit der Frauenkloster-Insel. Von einer Reise die er mit Schleich und Voltz gemeinsam unternimmt, sind die Erinnerungen an den Tempel zu Paestum und an die römische Campagna (1871) geblieben.

 

(Aus: Sigfried Wichmann, Meister Schüler Themen, Münchner Landschaftsmaler im 19. Jahrhundert, 1981, Schuler Verlagsgesellschaft mbH)

 

Frauenchiemsee

Frauenchiemsee ⋅ 1878

Öl auf Leinwand

Blick auf Herrenchiemsee

Blick auf Herrenchiemsee

Öl auf Leinwand

Herrenchiemsee

Herrenchiemsee ⋅ 1859

Öl auf Leinwand

Herrenwörth im 18. Jahrhundert

Herrenwörth im 18. Jahrhundert ⋅ um 1875

Öl auf Leinwand