×

Adam Albrecht

Albrecht Adam

Adam, Albrecht

 

1786 Nördlingen – 1862 München

 

Geht zunächst bei seinem Vater in die Lehre (1804-1806), um Zuckerbäcker und Konditor zu werden, hat nebenbei jedoch bereits erste Kontakte zu dem Zeichner Christoph Zwinger. 1807 nach München, Studium und Kopistentätigkeit in der Schleißheimer Gemäldesammlung, auch Förderung durch Johann Georg Dillis. 1809 Teilnahme an dem Feldzug gegen Österreich im Gefolge des bayerischen Generalmajors Graf von Froberg-Montjoye. 1809 bis 1811 im Troß des Vizekönigs von Italien, Eugéne Beauharnais (des späteren Herzogs von Leuchtenberg), in Mailand, 1811 Reise in die Schweizer Kantone. 1812 in Begleitung Beauharnais´ Kriegszeichner des russischen Feldzuges. Augenzeuge des Brandes von Moskau. Dramatische Flucht. 1815 wieder in München. 1829/30 Tätigkeit für König Wilhelm von Württemberg in Stuttgart. Reisen nach Mecklenburg (1822, 1838), Mailand (1848) und Wien (1855 – 1857). Albrecht Adam war einer der besten Pferdemaler seiner Zeit, auch Porträts für Potentaten, jedoch vorwiegend Schlachtengemälde für offizielle Auftraggeber stehen im Mittelpunkt seines Schaffens, so für Ludwig I. von Bayern oder den Kaiser von Österreich als Auftraggeber, 1827 bis 1833 Lithographienfolge (100 Blatt) nach Skizzen des russischen Feldzuges, Mitarbeit seiner Söhne Franz und Benno Adam. Es folgen die Schlacht von Borodino für des Festsaalbau der Residenz und zwölf große Schlachtenbilder für das Leuchtenberg-Palais in Leningrad. Als zentrale Figur einer in vier Generationen tätigen bayerischen Künstlerfamilie (Nachlass im Münchner Stadtmuseum) ist Albrecht Adam Anreger und wichtigster „peintre de batailles“ in Bayern. Er bindet die sicher gezeichnete Soldatenszene mit der Weite der Landschaft zu einer stimmungshaften Einheit.

 

(Aus: Sigfried Wichmann, Meister Schüler Themen, Münchner Landschaftsmaler im 19. Jahrhundert, 1981, Schuler Verlagsgesellschaft mbH)

Pferde auf der Weide bei Gewitter

Pferde auf der Weide bei Gewitter ⋅ 1847

Öl auf Leinwand